

"Leonberger"
- Hobby und Leidenschaft
Angefangen hat alles mit unserem Wunsch einen Hund anzuschaffen.
Zu diesem Zeitpunkt stand die Rasse noch gar nicht fest. Aber durch Besuche
von vielen Hundeausstellungen, eine genaue Information über die verschiedenen
Rassen durch Literatur und Züchter, kamen wir der Sache immer näher.
Dann war plötzlich für uns klar, unser Hundegefährte sollte ein
Leonberger sein.
Nie bereut? Leider doch und zwar recht bald, da unser erster Hund eine Wesensschwäche
(Ängstlichkeit) hatte.
Ein so lieber Kerl, der da im April 1993 mit zehn Wochen zu uns kam. Aber seine
Ängstlichkeit, die innerhalb der Wurfgeschwister überhaupt nicht aufgefallen
war, wurde zum großen Handikap bei den täglichen Dingen des Lebens.
Zuhause der liebste und beste Kamerad, draußen jedoch in sehr vielen Alltagssituationen
eine große Belastung. Eine Hündin aus diesem Wurf, die wir später
kennenlernten, war noch viel ängstlicher. Die Besitzer waren auch sehr
unglücklich, aber sie unternahmen nicht viel dagegen und eine Besserung
trat nicht ein.
Wir haben nicht aufgegeben und den Hund im Laufe der Jahre durch Gewöhnung
aufgebaut, z. B. durch den regelmäßigen Besuch des Hundeplatzes,
wo neben der Unterordnung viele Übungen mit Menschengruppen gemacht wurden.
Hier sei gerühmt unser Übungsplatz der BG-Niederrhein in Hünxe-Krudenburg,
der uns und vor allem dem Hund sehr viel gebracht hat. Am Anfang der Ausbildung
wäre er am liebsten weggelaufen. Später jedoch war er total begeistert,
wenn es jeden Donnerstag zum Hundeplatz ging und in Krudenburg bestand er auch
seine Begleithundeprüfung.
Ängstlichkeit bedeutet Streß und Streß macht krank. Leider
erkrankte Carlos im Alter von knapp 4 Jahren an Krebs. Ein Tumor, sehr bösartig
am rechten Vorderbein. Diagnose ganz schlecht, da hochgradig streuend,
Metastasenbildung fast sicher. Wir liebten diesen Rüden und gaben nicht
auf. Mehrere Operationen, dazu Behandlungen durch eine Tierheilpraktikerin sorgten
noch für eine gute Lebensqualität bis fast zum Schluß. Da er
gerne Artgenossen um sich hatte, entschlossen wir uns, auch um nicht plötzlich
ohne Leo dazustehen, einen Welpen anzuschaffen.
Mittlerweile einige Jahre im Leonbergerclub und um viele Erfahrungen reicher,
machten wir uns bei der Auswahl eines Züchters viele Gedanken, um ganz
sicher zu gehen, diesmal einen wesensfesten Hund zu bekommen. Nach einigen Besuchen
bei seiner Züchterin und Begutachtung der Welpen, stand dann fest, dieser
Welpe sollte es sein. Der neue Leojunge kam mit 8 Wochen zu uns. Desperado von
Equitania (genannt Janosch) hielt Einzug im Hause Becker. Altrüde Carlos
(er liebte Welpen) war begeistert und wir nicht minder.
Heute kann man sagen, dass unsere beiden Leorüden noch fast zwei wunderschöne
Jahre zusammen erleben durften, bevor Carlos im September 1998, mit nicht ganz
sechs Jahren, von uns ging.
Unser "Janosch" ist kein Ausstellungshund, er erhielt in jungen Jahren
einige SG Beurteilungen, aber die Ausstellung war nie sein Ding. Dafür
zeigte er Feuereifer auf dem Hundeplatz. Zweimal bestand er die Begleithundeprüfung
und sein Eifer ist nicht typisch Leonberger, sondern erinnert eher an einen
Schäferhund. Das hat man uns schon oft gesagt. Aber das Allerwichtigste
ist, er hat uns den Glauben an den Leonberger wiedergegeben. Einen so liebenswerten,
lockeren und charmanten Gesellen zu haben, ist unbezahlbar.
Da wir die Haltung von zwei Hunden sehr schön fanden, stand bald fest,
wir nehmen einen Spielkameraden für Janosch dazu. Auf dem Weg in die Ferien
nach Skandinavien, wurde der Welpe mit 6 Wochen ausgesucht. Nach dem Urlaub,
drei Wochen später, abgeholt. Wir hatten etwa drei Stunden, um uns aus
dem Wurf einen Rüden auszuwählen.
Das hat gereicht!
Auch mit Niklas vom Löwengarten, haben wir einen Glücksgriff getan.
Als Familienhund, wie Janosch, einmalig. Zwar ganz anders vom Naturell, aber
ebenso liebenswert, hat er uns dann noch ein neues Hobby beschert:
"Die Ausstellung".
Schon als junger Hund erfolgreich, hat sich das auch weiterhin fortgesetzt.
Und ihm macht es Freude. Jedes Mal, wenn für die Ausstellung die Sackkarre
beladen wird, ist er ganz aufgeregt, denn er weiß ganz genau, bald geht
es los. Er weicht uns nicht von der Seite, damit wir ihn bloß nicht vergessen.
Es macht dem Hund und uns Spaß und man trifft immer wieder nette Leonbergerbesitzer
von nah und fern. So manche Freundschaft ist dadurch entstanden, denn wir alle
haben eines gemeinsam, die Leidenschaft für unseren Leonberger.
Mehr zu Niklas vom Löwengarten auf seiner eigenen Seite.